In meiner Serie „Berlin als Wasserspiegelung“ (2022-25) verbinden sich Natur- und Architekturfotografie auf eine ungewohnte Weise. Das Wasser wird zur Leinwand, seine Oberflächenstrukturen zu Pinselstrichen und die Reflexionen auf dem Wasser zu Farbflecken. Kurzum: Es wird zum Gestaltungsmittel. Die Architektur wiederum verliert ihre Definiertheit als Objekt – Umrisse, Festigkeit, Gewicht, Statik und Unverrückbarkeit und nimmt verspielt verschiedene Gestalten an.
Natur und Kultur verschmelzen in einer eigenwilligen künstlerischen Welt, in der das Reale nur durchschimmert. Wohlbekannte Gebäude Berlins, fest verankert im kollektiven Gedächtnis, bekommen in dieser Serie eine Neuinterpretation und fordern, neu gesehen zu werden. Symbole von Macht und Religion, Kultur und Politik erstrahlen in neuer Schönheit oder werden ironisch dekonstruiert.

Baum, 2025
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